Montag, Juni 22, 2026

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Medienboard wechselt zur Gremien-Modell für die Filmförderung.

Das Medienboard Berlin-Brandenburg: Ein neuer Weg in der Förderpolitik

Das Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) hat angekündigt, sein Förderverfahren grundlegend zu reformieren. Ab der kommenden Förderrunde wird ein gremienbasiertes Modell eingeführt, das sowohl die Filmförderung als auch die New-Media-Förderung betrifft. Diese Neuerung verspricht nicht nur mehr Transparenz, sondern auch eine gebündelte Expertise aus der Branche, um die Qualität der geförderten Projekte zu steigern.

Gremienstruktur der Filmförderung

Das neue Sitzungsgremium für die Filmförderung setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Vier dieser Mitglieder stammen aus verschiedenen Bereichen der Filmindustrie, darunter Kreativ/Dramaturgie, Herstellung/Finanzierung, Auswertung und Sender. Ergänzt wird das Gremium durch Sarah Duve-Schmid, die Geschäftsführerin der Filmförderung. Diese Rotation der Experten soll sicherstellen, dass unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse in die Entscheidungsprozesse einfließen.

Auf der Senderseite wechseln sich prominente Vertreter wie Hauke Bartel von RTL, Solveig Cornelisen vom ZDF, Kerstin Freels vom RBB und Stefan Gärtner von ProSiebenSat.1 ab. Diese Vielfalt an Erfahrungen und Sichtweisen wird als entscheidend erachtet, um die besten Projekte für die Förderung auszuwählen.

New-Media-Förderung: Interdisziplinäre Ansätze

Für die New-Media-Förderung wird ein sechsköpfiges Gremium eingerichtet, dem stets auch der Geschäftsführer des Bereichs, Helge Jürgens, angehört. Diese interdisziplinäre Zusammensetzung soll die inhaltlichen Schwerpunkte und die wachsenden Schnittstellen der sogenannten „Future Technologies“ abbilden. Jürgens betont, dass die Fachkompetenz aus den Bereichen Games, XR (Extended Reality) und serielle Formate eine wichtige Rolle spielt, um den Medienstandort zukunftsorientiert zu gestalten.

Versprechen von Transparenz und Expertise

Sarah Duve-Schmid äußert sich optimistisch über die Neuaufstellung des Förderverfahrens. Sie verspricht, dass die Kombination aus mehr Transparenz und geballter Expertise aus den Bereichen Kreativ, Finanzierung und Auswertung dazu beitragen wird, die nächsten Film- und Serienhighlights zu fördern. Diese strategische Neuausrichtung könnte nicht nur die Qualität der geförderten Projekte verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Medienstandorts Berlin-Brandenburg stärken.

Ausblick auf die erste Fördersitzung

Die erste Fördersitzung mit dem neuen Gremium ist für Januar 2026 geplant. Bis dahin bleiben die Förderreferentinnen und -referenten des Medienboards die ersten Ansprechpartner für Beratungsgespräche und Förderanträge. Diese Übergangsphase wird entscheidend sein, um die neuen Strukturen erfolgreich zu implementieren und die Branche auf die bevorstehenden Veränderungen vorzubereiten.

Fazit

Die Reform des Förderverfahrens durch das Medienboard Berlin-Brandenburg stellt einen bedeutenden Schritt in der Medienförderung dar. Mit einem gremienbasierten Ansatz wird eine breitere Expertise mobilisiert, die sowohl der Film- als auch der New-Media-Branche zugutekommt. Die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie sich der Medienstandort Berlin-Brandenburg weiterentwickelt und welche innovativen Projekte aus dieser Region hervorgehen werden.

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