Der Alien-Actioner, der die Kritiker enttäuschte, aber die Kassen füllte: „Skyline“
Vor 16 Jahren, im Jahr 2010, erblickte ein Film das Licht der Kinoleinwand, der sowohl für seine visuelle Darstellung als auch für seine schwache Handlung in die Schlagzeilen geriet. „Skyline“, ein Alien-Actioner von den Brüdern Colin und Greg Strause, wurde von der Kritik regelrecht zerrissen, erfreute sich jedoch am Box Office eines unerwarteten Erfolgs. Trotz der negativen Bewertungen entwickelte sich der Film zu einem Franchise, das bis heute fortbesteht.
Handlung und Konzept
„Skyline“ erzählt die Geschichte einer Gruppe von Freunden, die nach einer ausgelassenen Party in einem luxuriösen Penthouse in Los Angeles von einer massiven Alien-Invasion überrascht werden. Während mysteriöse blaue Lichtstrahlen die Menschen in riesige Raumschiffe ziehen, zeigt sich das Militär als machtlos gegen die überlegene Technologie der Invasoren. Die Überlebenden müssen schnell erkennen, dass die Aliens nicht nur die Erde erobern wollen, sondern die menschlichen Gehirne als biologische Ersatzteile für ihre eigene Armee missbrauchen.
Kritische Reaktionen
Die Reaktionen der Fachpresse waren überwiegend negativ. Auf der US-amerikanischen Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes erhielt „Skyline“ lediglich 15 Prozent positive Bewertungen. Auch die FILMSTARTS-Redaktion war wenig begeistert und vergab nur 1,5 von 5 Sternen. Während die visuelle Umsetzung als „stimmig“ beschrieben wurde, kritisierten die Rezensenten die ziellose Handlung, die schwachen Darsteller und die dilettantische Regie.
Finanzielle Erfolge und Franchise-Entwicklung
Trotz der schlechten Kritiken erwies sich „Skyline“ als finanzieller Erfolg. Mit einem Budget von lediglich 10 bis 20 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit fast 70 Millionen Dollar ein. Dieser unerwartete Erfolg ebnete den Weg für die Entwicklung eines Franchise. Die erste Fortsetzung, „Beyond Skyline“, ließ jedoch sieben Jahre auf sich warten und wurde in vielen Ländern direkt auf dem Heimkino-Markt veröffentlicht.
Fortsetzungen und deren Rezeption
„Beyond Skyline“ erhielt eine bessere Resonanz als sein Vorgänger und erzielte einen Score von 70 Prozent auf Rotten Tomatoes. Der Film, der mit Frank Grillo in der Hauptrolle besetzt war, verlegte die Handlung von einem Kammerspiel-Szenario auf globale Schauplätze. 2020 folgte das digitale Sequel „Skylines“, das jedoch erneut weniger wohlwollend aufgenommen wurde. Aktuell ist mit „Skyline: Warpath“ bereits der vierte Teil der Reihe in Arbeit, mit Scott Adkins und Iko Uwais in den Hauptrollen.
Fazit
„Skyline“ ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie ein Film, der von der Kritik verrissen wurde, dennoch ein finanzieller Erfolg werden und ein ganzes Franchise hervorbringen kann. Die Kombination aus spektakulären visuellen Effekten und einer Handlung, die viele Fragen offenlässt, hat eine treue Fangemeinde geschaffen, die gespannt auf die kommenden Teile wartet. Trotz der gemischten Kritiken bleibt „Skyline“ ein bemerkenswerter Teil der Science-Fiction-Landschaft, der die Grenzen zwischen Erfolg und Misserfolg neu definiert hat.


