Wenn in Berlin die Berlinale gefeiert wird, zieht das nicht nur die Aufmerksamkeit der Filmwelt auf sich, sondern auch die Stars aus Hollywood. Am Donnerstagabend, dem 12. Februar, wurde der glanzvolle Auftakt des renommierten Filmfestivals gefeiert. Die Promis wagten den Gang über den roten Teppich in extravaganten Roben, und die Atmosphäre war geprägt von Glamour und Emotionen.
Tränen-Auftritt von „Wicked“-Star Michelle Yeoh
Ein emotionaler Höhepunkt der Eröffnung war der Auftritt von Michelle Yeoh, die für ihr Lebenswerk geehrt wurde. Die 63-jährige Schauspielerin, bekannt aus Filmen wie „Wicked“ und „Tiger and Dragon“, ergriff die Gelegenheit für eine sehr persönliche Ansprache. Mit Tränen in den Augen sprach sie über ihre Eltern und das stille Vertrauen, das sie in sie gesetzt hatten. „Ein Teil von mir ist immer noch das junge Mädchen, das einfach nur seine Eltern stolz machen wollte“, sagte Yeoh und berührte damit die Herzen der Anwesenden. Ihr Oscar-Gewinn für „Everything Everywhere All at Once“ im Jahr 2023 unterstreicht ihren beeindruckenden Werdegang in der Filmindustrie.
Berlinale 2026: Politischer Eröffnungsfilm aus Afghanistan
Die Berlinale läuft bis zum 22. Februar und bietet in diesem Jahr 22 Filme im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Zur Eröffnung wurde das Politdrama „No Good Men“ von der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat gezeigt. Der Film, der außer Konkurrenz lief, erzählt die Geschichte einer Kamerafrau in Kabul, die an der Überzeugung festhält, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt. Sadat, die selbst 2021 aus Afghanistan evakuiert wurde, bringt ihre Erfahrungen und Perspektiven in dieses eindringliche Werk ein.
Protestaktion auf dem roten Teppich
Die Eröffnung der Berlinale war nicht nur ein Fest der Filmkunst, sondern auch ein Ort des politischen Engagements. Schauspielerinnen und Schauspieler wie Daniel Brühl, Iris Berben und Lars Eidinger waren anwesend, um auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen aufmerksam zu machen. Jasmin Tabatabai erinnerte mit anderen an die Lage der Menschen im Iran, wo Proteste blutig niedergeschlagen wurden. „Es ist die schlimmste Katastrophe, an die ich mich erinnern kann“, sagte sie. Auch Iris Berben äußerte sich zur politischen Lage in den USA und betonte die Notwendigkeit, wachsam zu sein und sich miteinander zu verknüpfen.
Promis wagen sich mit extravaganten Looks zur Berlinale
Neben den politischen Statements war der Berlinale-Auftakt vor allem eins: extravagant glamourös. Zahlreiche Promi-Gäste bewiesen mit ihrer Garderobe ein gutes Gespür für Mode. Besonders auffällig war das Strickkleid von Schauspielerin Lea van Acken, das mit XXL-Cutouts für Aufsehen sorgte. Auch Männer wie Malick Bauer zeigten, dass sie beim Thema Mode mehr wagen dürfen. Die Vielfalt der Looks spiegelte die Kreativität und den Mut der Stars wider, sich auf dem roten Teppich auszudrücken.
Fazit
Die Berlinale 2026 hat mit ihrem glanzvollen Auftakt und den bewegenden Momenten sowohl in der Filmkunst als auch im politischen Diskurs einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Mischung aus Glamour, Emotionen und gesellschaftlichem Engagement macht das Festival zu einem einzigartigen Ereignis, das weit über die Grenzen der Filmwelt hinausstrahlt. Die kommenden Tage versprechen weitere Höhepunkte und spannende Filme, die die Zuschauer in ihren Bann ziehen werden.

